"Nicht zu denken wie die anderen bringt einen in eine unangenehme Situation. Nicht zu denken wie die anderen, das heißt einfach, dass man denkt."

– Eugène Ionesco, Einleitung zu "Antidotes", 1975

Eugène Ionesco (1909 - 1994)

Eugène Ionesco war ein französischer Dramatiker des 20. Jahrhunderts und einer der Hauptvertreter des "Absurden Theaters". In seinen Dramen stellte Eugène Ionesco Fragen der menschlichen Existenz ebenso in den Mittelpunkt wie die Banalität des Alltäglichen. Sein in Deutschland bekanntestes Stück, "Die Nashörner" (1959), geht auf eigene Erfahrungen in Rumänien zurück. Sie veranlassten Eugène Ionesco, sich stets gegen Konformismen, gegen das Totalitäre zu wenden. Aber auch jenseits seiner Dramen hat sich Eugène Ionesco zu Themen der Kultur und der Politik immer wieder zu Wort gemeldet und nicht wenige Menschen durch seinen "Mut zum Zweifel" beeindruckt.

"Ich bin auf einen Mann gestoßen, der mehr als jeder andere hellsichtig und verwirrt, aufgerüttelt und distanziert war."

– André Coutin, Gespräche mit Eugène Ionesco

Weitere Zitate

In einem Interview mit Ulrich Wickert gegen Ende der 80er Jahre gibt Eugène Ionesco Einblicke in seine Gefühls- und Gedankenwelt.

Zum Interview

Kommende Jahrestage

23. Juni 1957: Uraufführung "L'Avenir est dans les oeufs" im Théâtre de la Cité Universitaire

23. Juni 1959: Uraufführung von "Tueur sans gage" (Mörder ohne Bezahlung) im Théâtre Récamier

10. September 1957: Französische Uraufführung von "Le Nouveau Locataire" in Paris

Sächsische Schauspielstudenten hinterfragen Verführbarkeit des Menschen

Studierende der Leipziger Hochschule für Musik und Theater führen Eugène Ionescos Klassiker "Die Nashörner" auf. Die Studenten stellen die Frage unserer eigenen Verführbarkeit in den Raum. Die Premiere im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden kam beim Publikum bestens an. Weitere Aufführungen sind für den 6., 11. und 17. März 2018 vorgesehen.

Das New Yorker Castillo Theatre erlebt heute die Jiddische Weltpremiere von "Rhinoceros"

Rund 60 Jahre nach der Uraufführung von Ionescos "Rhinoceros" erfährt das Werk am 7. September 2017 im New Yorker Castillo Theatre seine Weltpremiere in Jiddisch. Die jiddische Sprache hat sich im mittelalterlichen Europa im Zuge der verfolgungsbedingten Migration der jüdischen Bevölkerung verbreitet und blickt auf eine ca. eintausendjährige Tradition.

Théâtre de la Huchette: 60 Jahre zwei Ionesco-Stücke ohne Unterbrechung im Programm

Am gestrigen 16.02.2017 wurde im Théâtre de la Huchette zum 18.491sten Mal ohne Unterbrechung "Die kahle Sängerin" gefolgt von "Die Unterrichtsstunde" aufgeführt. Nicht, dass dies nicht schon beeindruckend genug wäre: Das Datum der ersten Aufführung dieser beiden Stücke gemäß dieser Zählung war der 16.02.1957. Diese Zahlen sind weltweit einzigartig.