"Ich bin der letzte Mensch, und werde das bis zum Ende bleiben. Ich kapituliere nicht."

– Letzte Worte von Bérenger in Ionescos Stück "Die Nashörner"

Eugène Ionesco (1909 - 1994)

Eugène Ionesco war ein französischer Dramatiker des 20. Jahrhunderts und einer der Hauptvertreter des "Absurden Theaters". In seinen Dramen stellte Eugène Ionesco Fragen der menschlichen Existenz ebenso in den Mittelpunkt wie die Banalität des Alltäglichen. Sein in Deutschland bekanntestes Stück, "Die Nashörner" (1959), geht auf eigene Erfahrungen in Rumänien zurück. Sie veranlassten Eugène Ionesco, sich stets gegen Konformismen, gegen das Totalitäre zu wenden. Aber auch jenseits seiner Dramen hat sich Eugène Ionesco zu Themen der Kultur und der Politik immer wieder zu Wort gemeldet und nicht wenige Menschen durch seinen "Mut zum Zweifel" beeindruckt.

"Ich bin auf einen Mann gestoßen, der mehr als jeder andere hellsichtig und verwirrt, aufgerüttelt und distanziert war."

– André Coutin, Gespräche mit Eugène Ionesco

Weitere Zitate

In einem Interview mit Ulrich Wickert gegen Ende der 80er Jahre gibt Eugène Ionesco Einblicke in seine Gefühls- und Gedankenwelt.

Zum Interview

Kommende Jahrestage

15. Dezember 1962: Uraufführung von "Le Roi se meurt" (Der König stirbt) im Théâtre de l'Alliance

15. Dezember 1962: Uraufführung von "Le Piéton de l'air" (Fußgänger der Luft) in Düsseldorf

30. Dezember 1964: Uraufführung von "La Soif et la Faim" (Hunger und Durst) in Düsseldorf

Sächsische Schauspielstudenten hinterfragen Verführbarkeit des Menschen

Studierende der Leipziger Hochschule für Musik und Theater führen Eugène Ionescos Klassiker "Die Nashörner" auf. Die Studenten stellen die Frage unserer eigenen Verführbarkeit in den Raum. Die Premiere im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden kam beim Publikum bestens an. Weitere Aufführungen sind für den 6., 11. und 17. März 2018 vorgesehen.

Das New Yorker Castillo Theatre erlebt heute die Jiddische Weltpremiere von "Rhinoceros"

Rund 60 Jahre nach der Uraufführung von Ionescos "Rhinoceros" erfährt das Werk am 7. September 2017 im New Yorker Castillo Theatre seine Weltpremiere in Jiddisch. Die jiddische Sprache hat sich im mittelalterlichen Europa im Zuge der verfolgungsbedingten Migration der jüdischen Bevölkerung verbreitet und blickt auf eine ca. eintausendjährige Tradition.

Théâtre de la Huchette: 60 Jahre zwei Ionesco-Stücke ohne Unterbrechung im Programm

Am gestrigen 16.02.2017 wurde im Théâtre de la Huchette zum 18.491sten Mal ohne Unterbrechung "Die kahle Sängerin" gefolgt von "Die Unterrichtsstunde" aufgeführt. Nicht, dass dies nicht schon beeindruckend genug wäre: Das Datum der ersten Aufführung dieser beiden Stücke gemäß dieser Zählung war der 16.02.1957. Diese Zahlen sind weltweit einzigartig.